NEUROPHYSOLOGISCHER LESEAUFBAU
Der neurophysiologische Leseaufbau nach Fred Warnke gestaltet den Leselernprozess auf eine neuartige und gehirngerechte Art und Weise. Das Lesenlernen geschieht unter Nutzung natürlicher Lernmöglichkeiten des Menschen. Dabei liest der Lernende / der Patient mit einer Modellstimme (Therapeut, CD) synchron (zu gleich) und hört beide Stimmen abwechselnd auf dem rechten und auf dem linken Ohr. Sehen, Hören und Sprechen geschehen gleichzeitig und führen so die notwendige Verkopplung von Wortbild, Stimmmelodie und Sprechbewegungen herbei.
Therapeutische Wirkungen:
sicheres und richtiges Erkennen und Sprechen von Lauten und Wörtern
Verbesserung der Unterscheidung ähnlich klingender Laute (Wahrnehmungstrennschärfe)
sicheres Zusammenziehen von einzelnen Buchstaben und Lauten zu Wörtern
besseres Verstehen des Inhaltes
Verbesserung des Lesetempos
Verbesserung der Aussprache
Verbesserung der Sprechmelodie und des Sprachrhythmus
Einsatzbereiche:
bei Schwierigkeiten beim Lesenlernen
beim unflüssigen, stockenden Lesen
beim Nichtverstehen des Inhaltes
beim verlangsamten Lesetempo
bei fehlerhaftem Sprachrhythmus
bei fehlender Sprachmelodie
bei allgemeinen Sprachproblemen
bei Rechtschreibschwierigkeiten
bei Wortfindungsstörungen
Wann sollte der Neurophysiologischer Leseaufbau nach Warnke nicht angewendet werden?
Es sind keine Einschränkungen bekannt.